Immobilien-Rendite berechnen: Der vollständige Guide 2026
Immobilien-Rendite berechnen: Der vollständige Guide 2026
Die Rendite einer Immobilie ist die wichtigste Kennzahl für jeden Investor. Doch welche Rendite ist die richtige — und wie berechnet man sie korrekt?
Die drei wichtigsten Rendite-Kennzahlen
1. Bruttomietrendite
Die Bruttomietrendite ist die einfachste Kennzahl und eignet sich für einen ersten Überblick:
Formel:
Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100
Beispiel: Kaufpreis 350.000 EUR, Kaltmiete 1.200 EUR/Monat
(14.400 / 350.000) × 100 = 4,11 %
Wichtig: Die Bruttomietrendite berücksichtigt weder Kaufnebenkosten noch Bewirtschaftungskosten. Sie eignet sich nur für schnelle Vergleiche.
2. Nettomietrendite
Die Nettomietrendite ist realistischer und berücksichtigt die tatsächlichen Kosten:
Formel:
Nettomietrendite = ((Jahreskaltmiete − Bewirtschaftungskosten) / Gesamtinvestition) × 100
Die Gesamtinvestition umfasst: Kaufpreis + Grunderwerbsteuer + Notar + Grundbuch + ggf. Makler.
Richtwert: Eine Nettomietrendite von 3,5–4,5 % gilt in deutschen Großstädten als solide.
3. Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite zeigt, wie effizient Ihr eingesetztes Kapital arbeitet — und berücksichtigt den Hebel-Effekt der Finanzierung:
Formel:
EK-Rendite = (Jahres-Cashflow nach Steuer / Eigenkapital) × 100
Bei einem Cashflow von 5.000 EUR/Jahr und 80.000 EUR Eigenkapital:
(5.000 / 80.000) × 100 = 6,25 %
Was ist eine gute Rendite?
| Standort | Bruttomietrendite | Bewertung | |----------|-------------------|-----------| | München, Frankfurt | 2,5–3,5 % | Wertsteigerungsobjekt | | Hamburg, Berlin | 3,0–4,5 % | Ausgewogen | | Mittelstädte | 4,5–6,0 % | Renditestarke Lage | | Kleinstädte | > 6,0 % | Hohes Risiko prüfen |
Häufige Fehler bei der Renditeberechnung
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Kaufnebenkosten vergessen — In Deutschland liegen die Kaufnebenkosten je nach Bundesland zwischen 7 % und 15 % des Kaufpreises.
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Leerstand nicht einkalkuliert — Selbst in guten Lagen sollten Sie 2–4 % Leerstandsrisiko einplanen.
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Instandhaltung unterschätzen — Die Peterssche Formel empfiehlt jährlich 1–1,5 % der Herstellungskosten als Rücklage.
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Brutto- mit Nettorendite verwechseln — Die Bruttomietrendite sagt wenig über den tatsächlichen Ertrag aus.
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