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Kaufnebenkosten 2026: Alle 16 Bundesländer im Vergleich

05. März 2026·6 Min. Lesezeit

Kaufnebenkosten 2026: Alle 16 Bundesländer im Vergleich

Wer eine Immobilie kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Maklerkosten kommen als Kaufnebenkosten hinzu — und sie unterscheiden sich je nach Bundesland erheblich.

Die vier Bestandteile der Kaufnebenkosten

1. Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Posten und variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.

2. Notarkosten

Die Notarkosten sind bundesweit einheitlich und liegen bei etwa 1,5 % des Kaufpreises. Sie sind gesetzlich durch die Kostenordnung geregelt.

3. Grundbuchkosten

Die Grundbuchgebühren betragen ca. 0,5 % des Kaufpreises und fallen für die Eintragung des neuen Eigentümers an.

4. Maklerprovision

Seit der Neuregelung 2020 werden die Maklerkosten bei Wohnimmobilien hälftig geteilt. Die Gesamtprovision liegt üblicherweise bei 3,57–7,14 % inkl. MwSt.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland (Stand 2026)

BundeslandGrunderwerbsteuerGesamt-NK (ohne Makler)
Bayern3,50 %5,50 %
Sachsen3,50 %5,50 %
Hamburg5,50 %7,50 %
Baden-Württemberg5,00 %7,00 %
Berlin6,00 %8,00 %
Hessen6,00 %8,00 %
Niedersachsen5,00 %7,00 %
Nordrhein-Westfalen6,50 %8,50 %
Schleswig-Holstein6,50 %8,50 %
Brandenburg6,50 %8,50 %
Thüringen5,00 %7,00 %
Sachsen-Anhalt5,00 %7,00 %
Rheinland-Pfalz5,00 %7,00 %
Saarland6,50 %8,50 %
Bremen5,00 %7,00 %
Mecklenburg-Vorpommern6,00 %8,00 %

Beispielrechnung: 300.000 EUR Kaufpreis

PositionBayern (günstigst)NRW (teuerst)
Kaufpreis300.000 EUR300.000 EUR
Grunderwerbsteuer10.500 EUR19.500 EUR
Notar4.500 EUR4.500 EUR
Grundbuch1.500 EUR1.500 EUR
Gesamt16.500 EUR25.500 EUR
Anteil am Kaufpreis5,5 %8,5 %

Die Differenz von 9.000 EUR zeigt, wie stark der Standort die Gesamtinvestition beeinflusst.

Tipps zur Optimierung

  1. Inventar separat ausweisen — Einbauküche, Markise oder Sauna können separat im Kaufvertrag aufgeführt werden und reduzieren die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer.

  2. Maklerkosten verhandeln — Trotz gesetzlicher Teilung ist die Gesamthöhe der Provision verhandelbar.

  3. Bundesland-Wahl bei Flexibilität — Wer standortunabhängig investiert, spart in Bayern oder Sachsen deutlich.

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