Offene Immobilienfonds
OPCI Publikums-OIF Open-Ended Real Estate Fund · Rechtliche Grundlage: KAGBnumber: 104 slug: offene-immobilienfonds title: Offene Immobilienfonds aliases:
- OPCI
- Publikums-OIF
- Open-Ended Real Estate Fund cluster: markt shortDef: "Bündeln Kapital vieler Anleger zur Investition in ein breit gestreutes Immobilien-Portfolio — fortlaufender Kauf/Rückgabe mit Beschränkungen. Streng reguliert nach KAGB." legalAnchor: "KAGB" related:
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- ausgabeaufschlag updated: "2026-05-22"
Offene Immobilienfonds bündeln das Kapital vieler Anleger zur Investition in ein breit gestreutes Immobilien-Portfolio. Anleger können fortlaufend Anteile kaufen und (mit Beschränkungen) zurückgeben. Sie sind in Deutschland streng reguliert nach KAGB — nach den Krisen 2008/2010 mit Aussetzungs- und Liquidationswellen gelten heute strikte Anlegerschutzregeln.
Geregelt im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Mindesthaltedauer für Privatanleger seit der Reform 2013: 24 Monate. Rückgabefrist: 12 Monate Voranmeldung.
Marktdaten Offene Immobilienfonds Deutschland 2024
| Kennzahl | Wert | |---|---| | Fondsvolumen insgesamt | ~125 Mrd. € | | Anzahl Fonds für Privatanleger | ~20 | | Durchschnittliche Jahresrendite (10 J. Schnitt) | ~2,5 % p. a. | | Durchschnittliche Ausschüttung | ~2,0 % p. a. | | Verwaltungsgebühr (TER) | 0,6 – 1,2 % p. a. | | Ausgabeaufschlag | 5 – 5,5 % (oft Rabatte) |
Wichtige Anbieter
- Union Investment: UniImmo (mehrere Fonds, Marktführer)
- Deka: Deka-ImmobilienEuropa, Deka-ImmobilienGlobal
- Commerz Real: hausInvest
- Wertgrund: WertgrundWohnSelect (Wohnimmobilien-Fokus)
- Swiss Life KVG / Industria: verschiedene Fonds
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile | |---|---| | Breite Diversifikation (Hunderte Objekte) | geringe Renditen (2–3 % p. a.) | | Professionelles Management | laufende Gebühren (0,6–1,2 % p. a.) | | Kleinere Anlagebeträge möglich | Ausgabeaufschlag bis 5,5 % | | Kein Verwaltungsaufwand für Anleger | Rückgabefristen (24 + 12 Monate) | | Reguliert nach KAGB | Aussetzung der Rücknahme in Krisen möglich | | Wohnen und Gewerbe in einem Fonds | Smoothing-Effekt: tatsächliches Risiko unterschätzt |
Nach den Krisen 2010/2012 mit Massen-Liquidationen wurden offene Fonds stark reguliert. Die 24-Monats-Mindesthaltefrist und die 12-Monats-Voranmeldung für Rückgaben sollten verhindern, dass kurzfristige Anleger den Fonds in Liquiditätsklemmen treiben. Wer in offene Fonds investiert, akzeptiert faktisch eine 3-Jahres-Mindestbindung.
In Krisen (2008–2010, 2020) haben offene Fonds wiederholt die Rücknahme ausgesetzt — Anleger konnten dann monatelang oder jahrelang nicht aussteigen. Einzelne Fonds wurden sogar abgewickelt; Anleger erlitten Verluste von 20–40 %. Das Versprechen der Liquidität ist in Krisenzeiten nicht garantiert.