PV-Anlage (Photovoltaik)
Solaranlage Solarstromanlage PV-Systemnumber: 116 slug: pv-anlage title: PV-Anlage (Photovoltaik) aliases:
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- Solarstromanlage
- PV-System cluster: gebaeude shortDef: "Wandelt Sonnenlicht in Strom — 900–1.100 kWh pro kWp installierter Leistung in Deutschland. Wirtschaftlich durch Eigenverbrauch + EEG-Einspeisevergütung. Seit 2023 USt-Nullsatz." related:
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- mieterstrom updated: "2026-05-22"
Eine PV-Anlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um — über Solarmodule auf Dach oder Fassade. In Deutschland erzeugt 1 kWp installierte Leistung typisch 900–1.100 kWh Strom pro Jahr. Die Investition rechnet sich durch Eigenverbrauch (Vermeidung Strombezug) plus EEG-Einspeisevergütung für überschüssigen Strom.
Eckdaten typischer PV-Anlagen
| Anlagengröße | Geeignet für | Investition | Jahresertrag | |---|---|---|---| | 3 – 5 kWp | Eigenheim, Eigenverbrauch | 5.500 – 9.000 € | 2.700 – 5.500 kWh | | 5 – 10 kWp | Eigenheim mit WP/E-Auto | 9.000 – 16.000 € | 4.500 – 11.000 kWh | | 10 – 30 kWp | MFH, Eigenverbrauch + Mieterstrom | 15.000 – 42.000 € | 9.000 – 33.000 kWh | | 30 – 100 kWp | Gewerbebau, große WEG | 35.000 – 110.000 € | 27.000 – 110.000 kWh |
Vergütungsmodelle
- Eigenverbrauch: direkte Vermeidung von Stromkosten (~32 ct/kWh statt 8,2 ct EEG-Vergütung) — wirtschaftlich der wichtigste Hebel
- EEG-Einspeisevergütung: bei Anlagen bis 10 kWp aktuell ~8,2 ct/kWh, garantiert für 20 Jahre
- Mieterstrommodell: direkter Stromverkauf an Mieter, mit Mieterstromzuschlag — komplex aber bei MFH attraktiv
- Direktvermarktung: für größere Anlagen ab 100 kWp pflicht
- Steuerfreiheit (seit 2023): Anlagen bis 30 kWp ESt-frei, USt-Nullsatz auf Anschaffung
Seit dem Jahressteuergesetz 2022 sind PV-Anlagen bis 30 kWp Leistung einkommensteuerfrei und unterliegen auf die Anschaffungskosten dem USt-Nullsatz. Das hat die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert und PV-Anlagen für Privathäuser nahezu zum Standard gemacht. Vor 2023 mussten Eigentümer typisch eine eigene Gewerbeanmeldung machen — entfällt jetzt komplett.
Ältere Dächer (vor 1980) sind statisch oft nicht für eine vollflächige PV-Anlage ausgelegt. Vor Installation Statiker beauftragen — Nachträgliche Verstärkung kostet schnell 5.000–15.000 €. Auch Asbest-Eternit-Dächer dürfen nicht mit PV-Anlagen versehen werden ohne vorherige Sanierung.