Eigenkapitalquote
EK-Quote Equity Rationumber: 38 slug: eigenkapitalquote title: Eigenkapitalquote aliases:
- EK-Quote
- Equity Ratio cluster: finanzierung shortDef: "Anteil des selbst eingebrachten Kapitals am Gesamtkapital — Eigenkapital ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten). Spiegelbildlich zum Beleihungsauslauf." related:
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- liquiditaetsreserve updated: "2026-05-22"
Die Eigenkapitalquote ist der Anteil des selbst eingebrachten Kapitals am Gesamtkapital — Eigenkapital ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten). Sie ist die spiegelbildliche Größe zum Beleihungsauslauf: Hohe EK-Quote = niedriger LTV = bessere Konditionen.
Bezugsbasis ist üblicherweise das Gesamtinvestitionsvolumen (Kaufpreis + alle Nebenkosten + ggf. Sanierungsbudget), nicht nur der reine Kaufpreis. Eine "100-%-Finanzierung" deckt typisch nur den Kaufpreis ab, die Nebenkosten müssen als Eigenkapital eingebracht werden.
Typische Eigenkapital-Bausteine
- Bargeld / Tagesgeld / Festgeld — sofort verfügbar
- Wertpapierdepot — Banken akzeptieren ggf. mit Bewertungsabschlag (typ. 50 % Aktien, 80 % Anleihen)
- Bausparvertrag — zugeteilte Summe
- Lebensversicherung mit Rückkaufswert — wenn beleihbar
- Schenkung / Erbe — schriftlicher Nachweis erforderlich
- Muskelhypothek — Eigenleistung am Bau, max. 10–15 % anrechenbar
- Vorhandene Immobilie — als zusätzliche Sicherheit
Die Faustregel "mindestens die Nebenkosten als Eigenkapital" stammt aus der Risiko-Logik: Verkauft die Immobilie unmittelbar nach Kauf, deckt der Verkaufserlös typischerweise den Kaufpreis ab — die Nebenkosten (Grunderwerb, Notar, Makler) sind aber bereits "verbrannt". Wer diese als FK finanziert, ist sofort über 100 % verschuldet.
Das gesamte Eigenkapital ins Objekt zu stecken ist riskant — eine Reserve für Reparaturen, Mietausfälle und persönliche Notfälle ist Pflicht. Faustregel: Nach Kauf mindestens 3 Netto-Monatsgehälter liquide behalten.