Eigenkapitalrendite
EKR Return on Equity RoEnumber: 58 slug: eigenkapitalrendite title: Eigenkapitalrendite aliases:
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- RoE cluster: investment shortDef: "Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals — zeigt den Hebel-Effekt der Fremdfinanzierung. Je weniger EK, desto stärker wirken Gewinne und Verluste." related:
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- cashflow-nach-steuer updated: "2026-05-22"
Die Eigenkapitalrendite misst die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals — nicht der gesamten Investition. Sie zeigt den Hebel-Effekt der Fremdfinanzierung: Je weniger Eigenkapital, desto stärker wirken sowohl Gewinne als auch Verluste auf das eingesetzte Geld.
Die Tilgung wird hinzugerechnet, weil sie effektiv Vermögensaufbau in der Immobilie ist — das Geld ist nicht verloren, sondern wandert vom Bankkonto in den Immobilienwert. Bei reiner Cashflow-Betrachtung ohne Tilgung würde der Vermögensaufbau-Effekt der Tilgung unsichtbar bleiben.
Der Hebel-Effekt (Leverage)
- Niedriger Hebel (hohes EK): stabile Rendite, geringe Spread-Wirkung — typisch 4–6 % EK-Rendite bei 50 % EK-Quote
- Mittlerer Hebel (20–30 % EK): ausbalanciertes Risiko-Profil — typisch 6–10 % EK-Rendite
- Hoher Hebel (< 10 % EK): bei steigenden Märkten exzellente Rendite, bei Stagnation oder Rückgang Gefahr der Negativrendite
Bei der EK-Rendite zeigt sich der Leverage-Effekt dramatisch: Eine Immobilie mit 2,3 % Nettomietrendite kann bei richtiger Finanzierungsstruktur eine EK-Rendite von 8–12 % p. a. ergeben — vorausgesetzt, Wertsteigerung und Steuervorteile werden mitgerechnet. Dieser Hebel ist der Hauptgrund, warum Immobilien bei Privatinvestoren so beliebt sind.
Der Hebel funktioniert in beide Richtungen. Bei sinkenden Immobilienpreisen oder Mietausfällen kann die EK-Rendite schnell negativ zweistellig werden — bei 20 % EK reicht ein 10 %-Wertrückgang, um das Eigenkapital halbiert zu sehen. Hohe EK-Renditen sind die Belohnung für Risiko, nicht für Sicherheit.