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Cluster 4 · Investment & Rendite

Volatilität

Standardabweichung der Renditen über einen Zeitraum — statistisches Maß für Schwankungsrisiko. Hoch = unvorhersehbar, niedrig = stabil.

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Volatilität

Auch: σ Standardabweichung der Rendite Schwankungsbreite

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  • Standardabweichung der Rendite
  • Schwankungsbreite cluster: investment shortDef: "Standardabweichung der Renditen über einen Zeitraum — statistisches Maß für Schwankungsrisiko. Hoch = unvorhersehbar, niedrig = stabil." related:
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  • normalverteilung updated: "2026-05-22"

Kurz erklärt

Die Volatilität ist die Standardabweichung der Renditen über einen Zeitraum — eine statistische Größe, die beschreibt, wie stark die Rendite um ihren Mittelwert schwankt. Hohe Volatilität bedeutet hohes Schwankungsrisiko, niedrige Volatilität bedeutet stabile, vorhersehbare Renditen.

σ = √(Σ (r_t − r̄)² ÷ (n−1))

Wobei r_t = Rendite in Periode t · r̄ = Durchschnittsrendite · n = Anzahl Perioden. In der Praxis wird Volatilität annualisiert ausgewiesen, was den Vergleich zwischen Anlageklassen ermöglicht.

Typische Volatilitäten (jährlich)

AnlageklasseVolatilität p. a.Bedeutung
Tagesgeld~0 %keine Schwankung
Bundesanleihen 10 J.4 – 7 %moderate Schwankung
Wohnimmobilien DE (gemessen)3 – 6 %niedrig — aber Smoothing-Effekt
Wohnimmobilien DE (entsmoothed)8 – 12 %realistisch nach Korrektur
Aktien Welt (MSCI)14 – 17 %hohe Schwankung
Aktien Schwellenländer20 – 25 %sehr hohe Schwankung
Einzelaktie Standard25 – 40 %extrem schwankungsanfällig
Bitcoin/Krypto60 – 100 %spekulativ
Volatilität als Risikobegriff
Statistische Interpretation der Volatilität
Mittlere Rendite p. a.+6,5 %
Volatilität (1σ)±3,8 %
68 %-Konfidenzintervall (1σ)+2,7 % bis +10,3 %
95 %-Konfidenzintervall (2σ)-1,1 % bis +14,1 %
99,7 %-Konfidenzintervall (3σ)-4,9 % bis +17,9 %
BedeutungIn 68 % der Fälle landet die Rendite zwischen +2,7 % und +10,3 %
Faktencheck:

Volatilität ist ein symmetrisches Maß — sie misst Abweichungen nach oben (positive Überraschung) gleichermaßen wie nach unten (negative Überraschung). Risikoaverse Investoren bevorzugen deshalb die Downside-Volatilität, die nur die negativen Abweichungen vom Mittelwert misst — sie ist Grundlage der Sortino Ratio (Begriff 72).

Stolperfalle Smoothing-Effekt:

Bei Direkt-Immobilien wird die statistische Volatilität systematisch unterschätzt. Grund: Bewertungen basieren auf vorangegangenen Bewertungen ("appraisal smoothing"), nicht auf täglichen Marktpreisen. Ehrliche Vergleiche zwischen Aktien und Immobilien sollten die entsmoothede Volatilität verwenden — typisch das 1,5–2-fache der berichteten Volatilität.

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