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Cluster 4 · Investment & Rendite

Liquiditätsplanung

Zeitliche Zuordnung aller Ein- und Auszahlungen auf Monatsebene über 12–60 Monate. Zeigt, wann wieviel Liquidität benötigt wird — Sonderumlagen, Steuererstattung, Reparaturen.

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Liquiditätsplanung

Auch: Cashflow-Forecast Liquiditätsforecast

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  • Cashflow-Forecast
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  • instandhaltungsruecklage updated: "2026-05-22"

Kurz erklärt

Die Liquiditätsplanung ist die zeitliche Zuordnung aller Ein- und Auszahlungen einer Investition über die nächsten 12–60 Monate. Sie zeigt nicht nur, ob das Investment rentabel ist, sondern auch wann wie viel Liquidität benötigt wird — und ob der Investor diese Zeiträume überbrücken kann.

Im Unterschied zum Cashflow als Jahres-Aggregat löst die Liquiditätsplanung die Zahlungen auf Monatsebene auf. Das ist entscheidend, weil viele Zahlungen nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt sind — Hausgeld-Sonderumlagen, Steuererstattung im Folgejahr, einmalige Reparaturen.

Bestandteile einer Liquiditätsplanung

| Position | Periodizität | Beispielwert | |---|---|---| | Mieteinnahme | monatlich | +1.152 € | | Annuität (Zins + Tilgung) | monatlich | -2.047 € | | Hausgeld nicht-umlagefähig | monatlich | -161 € | | Steuererstattung VuV | jährlich, Folgejahr Q1/Q2 | +4.983 € | | Eigentümerversammlung Sonderumlage | unregelmäßig | -1.500 €/Eventfall | | Mieterwechsel-Kosten (Renovierung) | alle 3–7 Jahre | -3.000 €/Event | | Mieterhöhung nach Bremse-Ende | Jahr 4 / 7 | +57 €/Monat ab Stichtag |

Monatliche Liquiditätsplanung
60-m²-ETW München · Monatsbilanz Jahr 1
Mieteinnahme (regulär)+1.152,00 €/Monat
Annuität Darlehen-2.047,09 €/Monat
Hausgeld nicht-umlagefähig-161,28 €/Monat
Liquiditätsbedarf vor Steuer-1.056,37 €/Monat
Steuererstattung Q2 Folgejahr (verzögert)+4.983,00 € einmalig
Pro Monat geglättet (auf 12 M.)+415,25 €/Monat
Effektiver Liquiditätsbedarf nach Steuer-641,12 €/Monat
Monatliche Liquiditätsentwicklung über 24 Monate
+5k+2,5k0-1,5k-3kSonderM1M7M14M19M24Monatemonatliche BelastungSteuererstattung (jährlich)
Faktencheck:

Die Liquiditätsplanung ist Bestandteil der Bonitätsprüfung jeder Bank — bei der Finanzierungsanfrage wird vom Investor erwartet, dass er die zu erwartenden monatlichen Zuzahlungen darlegen kann. Banken kalkulieren häufig mit 10–15 % höheren Belastungen als die Selbstauskunft, um Sicherheitspuffer zu erfassen.

Stolperfalle Sonderumlagen:

Eigentümerversammlungen beschließen unregelmäßig Sonderumlagen für Dachsanierung, Aufzug, Fassade — typisch 2.000–10.000 € pro Eigentümer und Maßnahme. Diese Posten fehlen in jeder Standard-Renditerechnung. Eine konservative Liquiditätsplanung sollte 10–15 €/m² Wohnfläche pro Jahr als unerwartete Reserve einplanen.

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